Ich liebe selbst genähte Basic Shirts. Sie sind einfach ein absolutes Must-Have im Kleiderschrank, weil man sie so unglaublich vielseitig kombinieren kann. Vor allem, wenn man sich eine Capsule Wardrobe aufbauen möchte, sind Basics essentiell. Wie du vielleicht weißt, liebe ich Schnittmuster bzw. Kleidungsstücke mit dem gewissen Etwas. Deshalb möchte ich dir heute vier super einfache Tricks zeigen, wie du dein Basic T-Shirt mit liebevollen Details ein paar kleine Hingucker verpassen kannst.

Mein Schnittmuster vom Shirt Amsterdam ist ein Basic T-Shirt, was sich perfekt eignet, um es mit ein paar kleinen Details aufzuwerten.

Vor allem bei selbstgenähter Kleidung finde ich es super wichtig, dass sie sowohl von außen, als auch von innen schön verarbeitet ist. Schließlich wollen wir ja, dass unsere Sachen im Idealfall aussehen, wie gekauft.

Daher kommt hier mein erster Tipp:

1. Nähe ein schmales Band auf deine hintere Naht im Halsbündchen

Hier siehst du mal den direkten Vergleich. Links ohne Band und rechts mit. Jetzt denkst du vielleicht, was ist denn an  der linken Variante so schlimm? Überhaupt nichts! Aber leider gelingt die Naht nicht immer perfekt und gerade dieser Bereich am Halsloch der, der als erstes ins Auge fällt, wenn du das T-Shirt zusammenlegst.

Vielleicht ist es dir auch schon mal bei gekauften Shirts aufgefallen, dass dieser Bereich meist mit einem schmalen Stoffstreifen verdeckt wird. Weil die die Variante mit einem Stoffstreifen etwas komplizierter finde, habe ich einfach ein 8 mm breites Band genommen. Wichtig ist bei dem Band nur, dass es unbedingt breiter sein muss, als deine Naht.

Klappe den Rand von deinem Band links und rechts um und stecke es mittig auf deine Naht im hinteren Halsloch.
Wichtig ist, dass du es von außen (rechts) feststeckst, weil wir es später von rechts annähen wollen.
Ich empfehle dir das Band bis jeweils kurz vor der Schulternaht anzunähen. So musst du nicht über dicke Stellen nähen.

Nähe das Band auf der rechten Seite mit zwei Nähten an. Die erste Naht ist etwa 2 mm von deiner Naht entfernt, wo du das Halsbündchen angenäht hast.
Die zweite Naht richtet sich dann ein wenig nach der Breite von deinem Band. Ich habe einen  Abstand von 5 mm zu meiner ersten Steppnaht gewählt.
Und schon hast du einen hübschen Hingucker jedes mal, wenn du dein Shirt frisch gewaschen in den Schrank legst.

2. Nähe eine Brusttasche auf

 In der Regel bleiben beim Zuschnitt sowieso immer ein paar Stoffreste übrig, die du super verwenden kannst, um daraus noch eine kleine Brusttasche zuzuschneiden. Ich habe dir hier die Maße von meiner Tasche skizziert. Du kannst natürlich auch andere Maße verwenden.

 Bedenke, dass du ringsherum noch noch eine Nahtzugabe hinzufügen musst. Ich habe 1 cm gewählt, oben am Tascheneingriff 1,5 cm.
Wenn du deine Tasche zugeschnitten hast, bügelst du als nächstes alle deine Kanten nach innen um. 

Dann steppst du deinen Tascheneingriff oben fest. Ich habe dafür eine Coverlock-Maschine verwendet, du kannst dafür aber auch genauso gut eine Zwillingsnadel oder einen einfachen Geradstich verwenden. Die Tasche muss nicht dehnbar sein, daher ist in diesem Fall ein Geradstich in Ordnung.

Als nächstes steckst du deine Tasche dann auf dein Shirt an die gewünschte Position. Ich würde dir empfehlen das Shirt anzuziehen und vor dem Spiegel die für dich geeignete Position für die Tasche festzulegen. Stecke die Tasche dann ringsherum mit Stecknadeln auf dein Vorderteil vom T-Shirt. Bevor du die Tasche jetzt aufnähst, vergewissere dich, dass du die Tasche wirklich nur auf dein Vorderteil aufnähst, ansonsten hast du später Schwierigkeiten beim Anziehen 😉

Steppe die Tasche im Abstand von ca. 2mm von deiner umgebügelten Kante. Oben am Tascheneingriff kannst du jeweils ein kleines Dreieck nähen, das verleiht dem Eingriff noch etwas mehr Stabilität.

Wie du vielleicht bemerkt hast, hat sich ein Aufdruck auf meine Brust-Tasche geschlichen und damit wären wir auch schon bei meinem Tipp Nummer drei.

3. Verwende Aufdrucke als liebevolle Details

Seit neuestem gibt es in meinem Shop fertige Aufdrucke zum Aufbügeln. Diese kannst du ganz easy selbst zu Hause mit deinem Bügeleisen auf dein T-Shirt aufbringen. Die Brusttasche eignet sich als Platzierung perfekt dafür, aber auch die hintere Mitte unter dem Halsbündchen ist eine schöne Stelle für kleine Details.

Natürlich kannst du auch innen im Nacken unter deinem Halsbüdchen einen Aufdruck aufbringen, anstatt eines Labels. Ein „handmade“-Aufdruck eignet sich dafür optimal.

Kommen wir nun auch schon zu meinem letzten Tipp für dich. Ärmel werden für kleine Details oftmals viel zu vernachlässigt und das möchte ich heute ändern.

4. Nähe einen Ärmelaufschlag

Vor allem kurze Ärmel eignen sich hervorragend zum Hochzuschlagen und kreieren damit einen lässigen Look. In diesem Fall empfehle ich dir die Schnittkante von deinem Ärmel mit der Overlock zu versäubern, so rollt sich der Saum nicht ein. Dann bügelst du deinen Saum 2 cm nach oben (außen) um. Das machst du noch ein zweites Mal, sodass deine versäuberte Schnittkante nun verdeckt ist. Deinen Umschlag fixierst du nun knappkantig an 2-3 Stellen mit ein paar Vor- und Rückstichen. Et voilà, schon hast du ein schönes Detail an deinen Ärmeln.

 Falls du noch auf der Suche nach einem schönen Schnittmuster für ein Basic Shirt bist, dann schau‘ dir mal mein Shirt Amsterdam im Shop an. Die Aufdrucke findest du ebenfalls im Shop. 

So, das waren meine vier Details für dein selbstgenähten Shirt. 

Wie haben dir meine Tipps gefallen? Schreib’ es mir in die Kommentare und verlinke mich wie immer gern in deinem Ergebnis auf Instagram @schnitt_liebe

 

P.S.: Du bist Nähanfänger*in und würdest gern richtig lernen, wie du deine eigene Kleidung nähen kannst? Dann schau‘ doch mal bei unserem Online-Nähkurs vorbei. Lisa von fashiontamtam und ich haben einen ausführlichen Video-Onlinekurs für Nähanfänger entwickelt, in dem du lernst, wie ein Profi deine eigene Kleidung zu nähen. Hier geht’s zum Angebot und einem Einblick in den Kurs.